Auch im Bürgerwachheim wird kräftig Fasnet gefeiert. Vor und nach dem Umzug am Fasnetssonntag herrschte reges Treiben in der Erwin-Keßler-Stube. Verschiedene Gruppen der Straßenfasnet überraschten die Gäste abwechselnd mit einem Besuch und sorgten für zusätzliche Unterhaltung. Isolde und Max Krezdorn sorgten mit ihren Familienangehörigen für das leibliche Wohl, Stefan König legte seine Büchlein mit den (auch alten) Mengener Fasnetslieder zum gemeinsamen Singen aus und Herbert Lutz begleitete diese auf der Trompete.
Mit Abordnungen der benachbarten Wehren aus Bad Saulgau, Altshausen, Sigmaringen, Munderkingen und Friedrichshafen hat die Bürgerwache ihren Jahrtag in traditioneller Form gefeiert. Nach dem Gottesdienst in der Liebfrauenkirche sprach Hauptmann Georg Bacher die Beförderungen zum neuen Dienstgrad aus. In Vertretung des Landeskommandanten heftete Hauptmann Bruno Reinauer aus Neuhausen/Fildern den Kandidaten die Medaille des Landesverbandes ans Revers. Für manchen Gardisten, Musiker und Spielmann dauerte der Frühschoppen in der Ablachhalle bis zum frühen Abend.
Seit Jahren ist es beim Rottenburger Spielmannszug üblich, ihre Kameraden, die zum Wehrdienst in der Bundeswehr eingezogen werden, entweder zum Bahnhof oder gar in die Kaserne zu begleiten. Nachdem der Tambour Marcel Beckert infolge Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht der letzte ist, der zu den Fahnen eilen muß, war es für die Kameraden des Spielmannszuges selbstverständlich, ihn mit klingendem Spiel nicht nur bis ans Kasernentor, sondern bis an die Tür des Kompaniegebäudes zu begleiten. Dort übergab ihn Major Rudi Ulmer nach einem Abschiedsständchen zu treuen Händen dem Kompaniechef. Im Anschluß besuchten die Rottenburger Spielleute mit Tambourmajor Alexander Götz an der Spitze und die begleitenden Gardisten das Bürgerwachheim. Dort hieß Oberleutnant Stefan König die Kameraden aus der Bischofsstadt willkommen und lud sie zu einem kleinen Umtrunk ein. Martina und Hubert Muffler sorgten schnell für die Bewirtung der Gäste, um den Durst zu stillen. Vor der Heimreise entschlossen sie sich spontan, Otto Bacher im Tal Josaphat ein Ständchen zu bringen.
Das Jahr 2010 hat der Bürgerwachchor singend und feiernd in der Erwin-Keßler-Stube des Bürgerwachheims ausklingen lassen.
An drei Abenden hatte die Bürgerwache die Bevölkerung zu einer Feierstunde vor der Martinskirche eingeladen. Mit dem Auftritt des Bürgerwachchores am Abend des Vierten Advents beschloß die Wehr den diesjährigen Reigen der Serenaden zugunsten der Renovation der Martinskirche.
In der Adventszeit besucht der Nikolaus regelmäßig die Angehörigen der Bürgerwache mit ihren Familien. Am Bürgerwachheim hatte sich Groß und Klein eingefunden und zu Fuß ging es hoch zum Vereinsheim der Schützengilde Ennetach. Dort gab es nicht nur Lob zu verteilen, denn im Laufe des zu Ende gehenden Jahres hatte sich so mancher das eine oder andere geleistet. Knecht Ruprecht wusste für diese Kameraden von seiner Rute regen Gebrauch zu machen, dafür hatte er sie schließlich mitgebracht.
Eisige Kälte herrschte beim Feierlichen Gelöbnis der Rekruten des I.Bataillons Luftwaffenausbildungsregiment und knöcheltiefer Schnee lag im Ablachstadion. Die Bürgerwache mit Spielmannszug und beiden gewehrtragenden Zügen marschierte zusammen mit der Truppenfahne und dem Ehrenzug zur Gelöbnisaufstellung. Musik vom Band musste temperaturbedingt das Musikkorps ersetzen.
Wie es einem Kanonier bei Vollendung des 50. Lebensjahres gebührt, haben seine Kameraden vom Artillerietrupp vor seinem Haus ihre Glückwünsche mit Feuer, Rauch und Donnerschlag aus der Kanone überbracht. Oberleutnant Stefan König gratulierte dem jungen Jubilar im Namen der gesamten Bürgerwache.
Zu einem Ausflug nach Sigmaringen mit Führung im Schloß haben die Betreuerinnen und Betreuer der Kleinen Bürgerwache die Sprößlinge mitgenommen. Wie es von Stadtsoldaten, auch wenn sie noch sehr jung sind, erwartet werden darf, weckten die Waffen und Ausrüstungen der einmaligen Sammlung in der Waffenkammer besonderes Interesse. Schloßführer Heiner Brod verstand es meisterhaft, die Exponate kindgerecht zu erklären. mehr »