Bürgerwache Mengen
Willkommen auf » Kirchliche Feste

Vor dem Abmarsch zur Liebfrauenkirche hat Hauptmann Georg Bacher dem am Maifest zum Leutnant gewählten Joachim Krezdorn mit der symbolischen Übergabe der Fahne die Führung des I. Zuges anvertraut. Im Anschluß an die feierliche Prozession durch die Stadt hatte die Wehr zu Frühschoppen, Mittagessen und Kaffeetafel eingeladen, was auch von der Bevölkerung reichlich in Anspruch genommen wurde.

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Am Vorabend des Maifestes nahm das Kommando vor dem Bürgerwachheim Verabschiedungen langjähriger aktiver Mitglieder, Ernennungen und Ehrungen vor. Aus dem aktiven Dienst scheiden aus: Hauptfeldwebel und “Spieß” Josef Jäger, Albert Beller und Albert Heinzelmann.  Nachfolger von Josef Jäger wird Herbert Beutel.

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Stimmgewaltiger Gesang füllte am 3. Sonntag nach Trinitatis den Raum der evangelischen Pauluskirche. Der Bürgerwachchor übernahm einen beachtlichen Teil der musikalischen Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes mit Abendmahl.

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“Seit ich Hauptmann bin, ist die Prozession an Fronleichnam noch nie ausgefallen und wird es auch heuer nicht!” Diesem Ausspruch von Georg Bacher getreu zogen Bürgerwache und Kirchengemeinde nach dem Festgottesdienst von der Liebfrauenkirche durch die Stadt bis zum Haus Sankt Ulrika. Nur an diesem Altar wurde Statio gehalten, denn der Regen wollte partout nicht nachlassen. Und dem Frühschoppen, dem Mittagessen und dem Kaffeenachmittag tat das Wetter auch keinen Abbruch. Die zahlreichen helfenden Hände aus beiden Zügen wussten sich zu helfen. Kurzerhand funktionierte man den Proberaum im zweiten Stock um zum Gastraum und somit hatten alle Besucher ihren Sitzplatz. Chefcuisinier Gustav und seine Damen- und Herrenmannschaft am Bräter waren ebenfalls zufrieden, denn nahezu alle vorbereiteten Speisen gingen über die Theke. Vom reichhaltigen Kuchen- und Tortenbuffet blieb auch recht wenig übrig.

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Immer wieder wanderten vor dem Antreten am Bürgerwachheim bangende und sorgenvolle Blicke gen Himmel, ob es wohl wenigstens trocken bleibt an diesem Abend. Schließlich reichten ja schon die für diese Jahreszeit zu niedrigen Temperaturen, die auch die Männer und Frauen der Bürgerwache am Vorabend zum Maifest frösteln liessen. Aber Petrus hatte wohl ein Einsehen und so konnte alles nach Plan ablaufen.

Mit klingendem Spiel marschierte die Wehr zur Liebfrauenkirche, bildete vor dem Hauptportal Spalier und eskortierte so die einzelnen Wallfahrergruppen beim Einzug in das Gotteshaus. Die Stadtkapelle als Musikzug der Bürgerwache begrüßte parallel dazu die Pilger jeweils mit einem eigenen Choral.

In Folge einer langjährigen Tradition meldete der kommandierende Leutnant Albert Heinzelmann nach dem Wortgottesdienst die angetretene Kompanie, das Musikkorps spielte zu Ehren der „Ölbergmutter“ den Hymnus „Sancta Maria“ und beendete damit den kirchlichen Teil des Bürgerwach-Einsatzes vor dem eigentlichen Fest am Sonntag.

Eine weiterer Brauch schloß sich danach an; die Verabschiedung von Kameraden, die aus dem aktiven Dienst in den Ruhestand treten. Karl Beck, dienstältester Gardist im I.Zug, verlässt nach 48 Dienstjahren die Bürgerwache. Vor der angetretenen Front dankte ihm  Hauptmann Georg Bacher  für seine vorbildliche Pflichterfüllung unter insgesamt vier Kompaniechefs.  Im Namen des Kommandos ernannte Bacher den neuen Ruheständler zum Ehrenmitglied der Bürgerwache und aus den Händen von Oberleutnant Stefan König nahm Beck den Reservistenkrug entgegen. Zu den Klängen des Preußischen Präsentiermarsches schritt Karl Beck zusammen mit dem Hauptmann die Front ab und nahm auf würdige Weise Abschied von vielen Jahren Bürgerwachlebens in guter Kameradschaft.

Das abnehmende Tageslicht gab das Zeichen zum Aufbruch in Richtung Reiserspital. Die zwischenzeitlich aufmarschierte Jugendabteilung der Mengener Feuerwehr wurde mit Fackeln ausgestattet, damit nicht nur die Musiker ihre Noten lesen konnten, sondern der Zug durch die nächtliche Stadt eine zusätzliche feierliche Note bekam.

Den ungemütlichen Temperaturen trotzend, hatte sich eine ansehnliche Schar von Bürgerinnen und Bürgern eingefunden, um dem doch immer wieder imposanten Schauspiel des „Großen Zapfenstreichs“ beizuwohnen. Gut von der Feuerwehr mit Scheinwerfern ausgeleuchtet, war den Zuschauern ein Verfolgen der Zeremonie auch optisch möglich.

Mit der Meldung der angetretenen Formation durch Leutnant Heinzelmann an Bürgermeister Stefan Bubeck und dem Marschbefehl zum Beginn der Serenade eröffnete die Stadtkapelle unter Dirigent Erwin Welte mit „Des Großen Kurfürsten Reitermarsch“ die abendliche Feier vor der malerischen Kulisse. Tambourmajor Hans-Jürgen Lehleiter und seine Spielleute folgten mit dem „Locken zum Großen Zapfenstreich“, nach vorgegebenem Ablauf.  Die Bürgerwache verabschiedete sich vom Publikum mit „Preußen’s Gloria“ und widmete sich anschließend dem gemütlichen Beisammensein.

Artillerie und Spielmannszug gaben mit mehreren Schuß Salut von den Höhen des Missionsberges und mit klingendem Spiel durch die Straßen den Bürgerinnen und Bürgern kund von “Mengen’s großem Tag”, dem alljährlichen Maifest. Im Anschluß an den Festgottesdienst führte die Bürgerwache die Prozession durch die Straßen der Stadt an.

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Es ist uralte Tradition, daß die Bürgerwache an Fronleichnam Geleit gibt, wenn das Allerheiligste durch die Straßen der Stadt getragen wird. Nach der frühmorgendlichen Zitterpartie, als noch ein schwerer Regenguß niederging, hellt sich der Himmel zusehends auf auf ein strahlender Sonnentag, wenn auch mit starkem Wind, erlaubte die Prozession zu den drei Altären im Garten des Kindergartens, vor dem Pflegeheim St.Ulrika und im Schillergarten.

Beim anschließenden Frühschoppen auf dem Platz vor dem Bürgerwachheim und der Martinskirche wurde, ebenfalls nach alter Tradition, die Löhnung für das Ausrücken während des ganzen Jahres ausbezahlt.

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In kurzen Abständen ist der Bürgerwachchor in verschiedenen Kirchen aufgetreten. Mit der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes am Sonntag Trinitatis in der evangelischen Pauluskirche und einem anschließenden Ständchen auf dem Kirchvorplatz erfreuten die singenden Stadtsoldaten Pfarrer Wolfgang Raiser und die Gottesdienstgemeinde. Selbstverständlich war auch David Will mit seiner Trompete mit von der Partie.

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Mit einem großen Reisebus und mehreren Privatfahrzeugen ist der Bürgerwachchor samt Angehörigen und Freunden am 24. Mai nach Baindt bei Weingarten gefahren. Das Ehrenmitglied der Bürgerwache, Pfarrer und Dekan a.D. Heinz Leuze, hatte anläßlich der Jahreshauptversammlung am Dreikönigstag den Chor eingeladen, an einem Sonntag die Eucharistiefeier in seiner Pfarrkirche musikalisch mitzugestalten.

Die blau-weißen Uniformen der Mengener Stadtsoldaten mit den roten, silbernen und goldenen Teilen fügten sich harmonisch in die Farbtöne des barocken Hochaltars ein und boten zusammen ein farbenprächtiges Bild im Chorraum der Kirche. Pfarrer Leuze erklärte der zahlenmäßig großen Gottesdienstgemeinde Sinn und Zweck, wie auch die Entstehungsgeschichte der Bürgerwehren. Die Verbindung der Mengener Wehr zur Gnadenmutter am Ölberg in der Liebfrauenkirche und die überlieferte Geschichte des Maiwunders mit der traditionellen Feier des Maifestes gehörte ebenso zu seinen Erzählungen.

Der Bürgerwachchor, den Peter Frick-Brokamp erstmals in neugeschneiderter Uniform dirigierte, füllte mit seinen kräftigen Männerstimmen die mit einer hervorragenden Akustik versehene Pfarr- und ehemalige Klosterkirche. Den Gemeindegesang begleitete Hermann-Josef Brokamp an der Orgel. Während der Kommunion zeigte David Will sein Können auf der Trompete im Zusammenspiel mit Chor und Chorleiter auf dem elektronischen Klavier.

Die Gottesdienstbesucher durften im Anschluß an die hl. Messe auf dem Vorplatz der Kirche noch ein kleines Ständchen mit Liedern aus dem Repertoire des Chores genießen. Im Bischof-Sproll-Saal des Pfarrheimes wartete auf die Besucher aus Mengen ein zünftiger Frühschoppen, gefolgt von einem leckeren  Mittagsmahl mit Kaffeerunde. Eine spezielle Führung durch die Kirche beendete den harmonischen Besuch.

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Pünktlich um sechs Uhr morgens stehen Kanone und Kanoniere auf dem Missionsberg parat und warten das Ende des Betläutens ab. Schon nach dem ersten abgefeuerten Schuß verstummen alle Vogelstimmen und es herrscht beinah gespenstische Stille, bis auf die Kommentare und die Kommandos für die nächsten beiden Salven. Dann heißt es einpacken, Geschütz anhängen und weiter zum nächsten Platz oberhalb vom Zeilhag. Währenddessen klingen Pfeifen, Trommeln und Lyra des Spielmannszuges aus dem noch ruhigen Städtchen.

Vor dem Antreten erhalten die Soldaten beider gewehrtragenden Züge im Bürgerwachheim ihre Waffen und Munition ausgehändigt. Antreten, Fahnenparade und Marsch zur Liebfrauenkirche sind ein eingefahrenes Procedere. Nach dem Festgottesdienst formiert sich die Prozession durch die Altstadt und wie bereits am Vorabend bildet die Bürgerwache Ehrenspalier für die Teilnehmer.

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An verschiedenen Orten trafen sich am frühen Abend einzelne Gruppen, um von dort zur Liebfrauenkirche zu ziehen. Darunter waren auch zwei Dutzend Mädchen und Buben der organisierten katholischen Jugend, die sich vor dem Kreuz auf dem Missionsberg versammelten. Ministranten holten die Wallfahrer jeweils ab und geleiteten sie durch den Spalier der Bürgerwache zur Kirche.
Nach Beendigung des Wortgottesdienstes verabschiedete sich die Wehr mit einem Hymnus zu Ehren der Mutter Maria.

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