Mit einem großen Reisebus und mehreren Privatfahrzeugen ist der Bürgerwachchor samt Angehörigen und Freunden am 24. Mai nach Baindt bei Weingarten gefahren. Das Ehrenmitglied der Bürgerwache, Pfarrer und Dekan a.D. Heinz Leuze, hatte anläßlich der Jahreshauptversammlung am Dreikönigstag den Chor eingeladen, an einem Sonntag die Eucharistiefeier in seiner Pfarrkirche musikalisch mitzugestalten.
Die blau-weißen Uniformen der Mengener Stadtsoldaten mit den roten, silbernen und goldenen Teilen fügten sich harmonisch in die Farbtöne des barocken Hochaltars ein und boten zusammen ein farbenprächtiges Bild im Chorraum der Kirche. Pfarrer Leuze erklärte der zahlenmäßig großen Gottesdienstgemeinde Sinn und Zweck, wie auch die Entstehungsgeschichte der Bürgerwehren. Die Verbindung der Mengener Wehr zur Gnadenmutter am Ölberg in der Liebfrauenkirche und die überlieferte Geschichte des Maiwunders mit der traditionellen Feier des Maifestes gehörte ebenso zu seinen Erzählungen.
Der Bürgerwachchor, den Peter Frick-Brokamp erstmals in neugeschneiderter Uniform dirigierte, füllte mit seinen kräftigen Männerstimmen die mit einer hervorragenden Akustik versehene Pfarr- und ehemalige Klosterkirche. Den Gemeindegesang begleitete Hermann-Josef Brokamp an der Orgel. Während der Kommunion zeigte David Will sein Können auf der Trompete im Zusammenspiel mit Chor und Chorleiter auf dem elektronischen Klavier.
Die Gottesdienstbesucher durften im Anschluß an die hl. Messe auf dem Vorplatz der Kirche noch ein kleines Ständchen mit Liedern aus dem Repertoire des Chores genießen. Im Bischof-Sproll-Saal des Pfarrheimes wartete auf die Besucher aus Mengen ein zünftiger Frühschoppen, gefolgt von einem leckeren Mittagsmahl mit Kaffeerunde. Eine spezielle Führung durch die Kirche beendete den harmonischen Besuch.
Nach dem Wecken zum Maifest mussten die Kanoniere sich bei der Schlacht bei Ostrach beteiligen. 14 Kanonen trafen sich auf dem Buchbühl in Ostrach um nach Tschaikowsky´s “Ouvertüre 1812″ unter dem Glockenklang der Kirche pünktlich Ihre Kanonen abzufeuern. Mengen rückte mit 2 Kanonen an. Feldlagermäßig ging es auf dem Buchbühl zu. Zuerst wurde von allen 14 Kanonen 1 Salut geschossen, danach wurden nach der Melodie von Tschaikowsky die Kanonen abgefeuert. Zum Schluß ertönte nochmals eine Salve von allen 14 Kanonen.
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Pünktlich um sechs Uhr morgens stehen Kanone und Kanoniere auf dem Missionsberg parat und warten das Ende des Betläutens ab. Schon nach dem ersten abgefeuerten Schuß verstummen alle Vogelstimmen und es herrscht beinah gespenstische Stille, bis auf die Kommentare und die Kommandos für die nächsten beiden Salven. Dann heißt es einpacken, Geschütz anhängen und weiter zum nächsten Platz oberhalb vom Zeilhag. Währenddessen klingen Pfeifen, Trommeln und Lyra des Spielmannszuges aus dem noch ruhigen Städtchen.
Vor dem Antreten erhalten die Soldaten beider gewehrtragenden Züge im Bürgerwachheim ihre Waffen und Munition ausgehändigt. Antreten, Fahnenparade und Marsch zur Liebfrauenkirche sind ein eingefahrenes Procedere. Nach dem Festgottesdienst formiert sich die Prozession durch die Altstadt und wie bereits am Vorabend bildet die Bürgerwache Ehrenspalier für die Teilnehmer.
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An verschiedenen Orten trafen sich am frühen Abend einzelne Gruppen, um von dort zur Liebfrauenkirche zu ziehen. Darunter waren auch zwei Dutzend Mädchen und Buben der organisierten katholischen Jugend, die sich vor dem Kreuz auf dem Missionsberg versammelten. Ministranten holten die Wallfahrer jeweils ab und geleiteten sie durch den Spalier der Bürgerwache zur Kirche.
Nach Beendigung des Wortgottesdienstes verabschiedete sich die Wehr mit einem Hymnus zu Ehren der Mutter Maria.
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Am Vorabend zum Maifest trug Otto Kirchenbaur zum letzten Mal die Uniform des I. Zuges. Nach 25 Jahren Zugehörigkeit zur Bürgerwache wurde er verabschiedet.
Vor der angetretenen Wehr würdigte Hauptmann Georg Bacher die Laufbahn von Otto Kirchenbaur während eines Vierteljahrhunderts als Stadtsoldat. Der Kompaniechef hob besonders das Talent Kirchenbauers als Organisator, speziell für Reisen hervor. Ihm habe die Wehr Auftritte im Ausland und auf anderen Kontinenten zu verdanken. Zu den Klängen des Preußischen Präsentiermarsches schritt der frischgekürte Pensionär die Front der Bürgerwache ab.
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Die Reihe seiner Auftritte in verschiedenen Kirchen eröffnete der Bürgerwachchor am Sonntag, dem 10. Mai in der Liebfrauenkirche in Mengen. Mit mehreren Liedern umrahmte der Chor die sonntägliche Eucharistiefeier. Anschließend brachten die singenden Stadtsoldaten auf dem Kirchenvorplatz allen Müttern ein Ständchen zum Muttertag.
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Fotos: Dominik Rapp
Zwar hat er im biblischen Sinne das “canonische” Alter mit 60 Jahren bei weitem noch nicht erreicht, aber für die Kanoniere des Artilleriezuges war es selbstverständlich, dem Fourier der Bürgerwache, Herbert Beutel, zu seinem runden Geburtstag bei seinem Haus mit der Kanone Ehrensalut zu schießen. Nach vorhergehender Stärkung mit klarem Zielwasser, haben die drei Salven auch auf Anhieb das Rohr verlassen. Herzlichen Glückwunsch, Herbert !
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Zum Ehrenritter des Deutschen Ordens hat der Hochmeister Dr.theol. Bruno Platter OT aus Wien den Ehrenvorsitzenden des Landesverbandes Historischer Wehren und Stadtgarden in Württemberg und Hohenzollern, S.K.H. Carl Herzog von Württemberg ernannt. Die Insignien, Kreuz und Mantel, wurden im Rahmen einer Pontifikalvesper am Vorabend vom Hochmeister gesegnet. Während dieser Zeremonie übergab der Hochmeister im Auftrag der Komturei “An Neckar, Tauber und Bodensee” dem Herzog ein extra für ihn angefertigtes Evangeliar. mehr »
Die Freude war von kurzer Dauer. Die Marschprobe der beiden gewehrtragenden Züge am 8. Mai fiel kurz nach Beginn buchstäblich ins Wasser. Ein starker Regenschauer trieb die Truppe vom Exerzierplatz an der Ablach auseinander und im Schweinsgalopp dem schützenden Dach des Bürgerwachheimes zu. So blieb eben nichts anderes übrig, als den angesetzten Dämmerschoppen vorzuverlegen.
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