Bürgerwache Mengen
Willkommen auf » 2009 » März

Das Entstehen einer Tageszeitung hautnah mitverfolgen, das wollte eine Delegation der Bürgerwache Mengen. Auf Vermittlung des Verlagsleiters Bad Saulgau-Mengen-Pfullendorf, Wolfgang Lutz, durften die Stadtsoldaten das Druckhaus Ulm-Oberschwaben in Weingarten während des Druck- und Weiterverarbeitungsvorgangs der Samstagsausgabe der „Schwäbischen Zeitung“ besuchen. Lutz hatte die Gruppe begleitet.

Der langjährige Mitarbeiter des „Schwäbischen Verlags“, Alexander Teschner, führte anfangs in die Strukturen mit den einzelnen Sparten des Unternehmens anhand einer Multimediaschau ein und beantwortete die ersten aufkommenden Fragen. Auf dem Weg zum Vortragsraum konnten Blicke in die Halle mit den riesigen Druckmaschinen geworfen werden. Die Reihe der Vorgänge von der Datenübermittlung der einzelnen Lokalredaktionen bis zum Eingang im Druckhaus konnte Teschner zwar nur theoretisch erklären, da dies alles über Datenleitungen erfolgt. An der Produktionsstraße der Druckplatten gab es jedoch etwas zu sehen, das sich ganz von selbst bewegt. Nach und nach spuckte das Gerät die Druckträger aus und ein Rollenband beförderte sie jeweils an die vorprogrammierte Stelle. Hier erklärte Teschner das Prinzip des vierfarbigen Offsetdrucks. Im Maschinensaal konnten die einzelnen Tätigkeiten der Drucker in Augenschein genommen werden, vom Aufziehen und Einrichten der Druckplatten über das Einsetzen der tonnenschweren Papierrollen bis zum Andrucken und Ausgeben. Mit rasender Geschwindigkeit sausen die Papierbahnen spitz geformt aus der Druckmaschine und seitlich unten kommen gleichzeitig gelegt, geschnitten und gefalzt die fertigen Zeitungen raus. Kreuz und quer und unter- und übereinander verlaufende Transportbänder bringen diese in Schuppenauslage in die Nebenhalle zur Weiterverarbeitung mit Beilagen, zur Verpackung und letztendlich zum Verladen auf die bereitstehenden Auslieferungsfahrzeuge.

Druckfrischer konnte diese Ausgabe niemand in die Hände bekommen. Für die Besucher der Produktionsstätte bedeutete diese Führung und die bereitwilligen Erklärungen durch das Personal am Arbeitsplatz eine wirkliche Bereicherung. Selbst die „Gutenberg-Jünger“ in der Gruppe, die früher mal ihr Handwerk mit Bleisatz, Reprokamera und rückseitigem Montieren von Filmen erlernt hatten, bekamen zusätzliches Wissen vermittelt. „Da ich jetzt weiß, was an Arbeit und technischem Aufwand dahintersteckt, lese ich die Zeitung künftig intensiv von vorne bis hinten“, hat ein Teilnehmer auf der Rückfahrt nach Mengen bekundet.

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