Bürgerwache Mengen
Willkommen auf

In einem Akt von kameradschaftlicher Barmherzigkeit hat die Auswahlmannschaft der Bürgerwache die Elf aus Stammsoldaten des Luftwaffenausbildungsbataillons das Freundschaftsspiel beim diesjährigen Biwak mit einigen Treffern mehr gewinnen lassen. Man hatte die traurigen Augen des Bataillonskommandeurs noch vor sich, als er im vergangenen Jahr nach haushohen Verlusten den Pokal an Hauptmann Georg Bacher zurückgeben mußte. Diesen Schmerz wollten die wackeren Kicker der Bürger im Bunten Rock den Soldaten nicht mehr zufügen und die Bacher’schen Torhüter haben daher dem Ball hin und wieder freien Lauf ins Netz gewährt. So gab es für beide Seiten ordentlich Grund zum Feiern. Oberstleutnant Thomas Belka nahm in Vertretung von Bataillonskommandeur Oberstleutnant Peter Feldmeier freudestrahlend die glänzende Trophäe entgegen. Damit der Platz des Pokals keinen weißen Fleck an der dahinterliegenden Wand verursache, übergab Thomas Belka ein Wappen des Bataillons und wie Georg Bacher äußerte er den Wunsch, noch über mehrere Jahre diese Tradition des alljährlichen Biwaks pflegen zu können. Zur Bekräftigung gab’s von Angehörigen des Spielmannszuges ein Ständchen.

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Das diesjährige Landestreffen der historischen Bürgerwehren und Stadtgarden Württemberg-Hohenzollern hatte am 3. und 4. Juli 2010 die Bürgerwehr Lauchheim ausgerichtet. Nahezu alle Mitgliedswehren des Verbandes haben mit etwa 2.000 Uniformträgern daran teilgenommen. Den Großen Zapfenstreich führten der Musikzug der gastgebenden Lauchheimer Bürgerwehr und der Spielmannszug der Bürgerwache Crailsheim auf. Zuvor erfolgte die Übergabe der Standarte des Landesverbandes von den Sigmaringer Hohenzollern-Kürassieren an den stellvertretenden Landeskommandanten, der sie zur Aufbewahrung und Führung bis zum nächsten Landestreffen im Jahre 2014 in Rottenburg der Lauchheimer Wehr übergab.

Den aus Unsicherheit über die Wetterlage kurzfristig ins Festzelt verlegte Gottesdienst feierte Weihbischof Dr. Johannes Kreidler von der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die Kommandanten, ihre Stellvertreter und die Ehrengäste folgten im Anschluß einer Einladung der Stadt Lauchheim zu einem Empfang im Rittersaal der Kapfenburg.

Ein kräftiger Regenschauer über die Mittagszeit sorgte für etwas Abkühlung der hochsommerlichen Temperaturen, aber rechtzeitig zur Aufstellung für den Festzug hieß es für die Regenwolken buchstäblich “Zapfenstreich”. So konnte sich der farbenfrohe und vielfältig musikalische Zug durch die Straßen des Städtchens unbehelligt durch Güsse von oben bewegen.

Großer Zapfenstreich und Übergabe der Standarte des Landesverbandes

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Was weder am Maifest, noch an Fronleichnam der Fall war, beim Ständchen zum 80. Geburtstag für das “jüngste” Ehrenmitglied der Bürgerwache kamen Spielmannszug, Fahnenabordnungen und Offiziere so richtig zum Schwitzen. Hochsommerliche Temperaturen begleiteten den Aufmarsch vor dem Haus von Karl Beck in der Reiserstraße. Und wie er es in seinen 48 Dienstjahren oft gesehen hat, salutierte der Jubilar militärisch korrekt, als ihm Hauptmann Georg Bacher die Abordnung der Bürgerwache “zu seinen Ehren angetreten” meldete. Mit dem  Geburtstagskind haben seine Frau, seine Kinder mit ihren Familien, Verwandte, Nachbarn und Schaulustige dem kleinen Festakt beigewohnt, darunter auch der Fan-Club aus der legendären “Spielmannszug-Familiendynastie”. Und nach dem Ständchen wurde im Bürgerwachheim das Ereignis ordentlich begossen.

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Stimmgewaltiger Gesang füllte am 3. Sonntag nach Trinitatis den Raum der evangelischen Pauluskirche. Der Bürgerwachchor übernahm einen beachtlichen Teil der musikalischen Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes mit Abendmahl.

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“Seit ich Hauptmann bin, ist die Prozession an Fronleichnam noch nie ausgefallen und wird es auch heuer nicht!” Diesem Ausspruch von Georg Bacher getreu zogen Bürgerwache und Kirchengemeinde nach dem Festgottesdienst von der Liebfrauenkirche durch die Stadt bis zum Haus Sankt Ulrika. Nur an diesem Altar wurde Statio gehalten, denn der Regen wollte partout nicht nachlassen. Und dem Frühschoppen, dem Mittagessen und dem Kaffeenachmittag tat das Wetter auch keinen Abbruch. Die zahlreichen helfenden Hände aus beiden Zügen wussten sich zu helfen. Kurzerhand funktionierte man den Proberaum im zweiten Stock um zum Gastraum und somit hatten alle Besucher ihren Sitzplatz. Chefcuisinier Gustav und seine Damen- und Herrenmannschaft am Bräter waren ebenfalls zufrieden, denn nahezu alle vorbereiteten Speisen gingen über die Theke. Vom reichhaltigen Kuchen- und Tortenbuffet blieb auch recht wenig übrig.

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Immer wieder wanderten vor dem Antreten am Bürgerwachheim bangende und sorgenvolle Blicke gen Himmel, ob es wohl wenigstens trocken bleibt an diesem Abend. Schließlich reichten ja schon die für diese Jahreszeit zu niedrigen Temperaturen, die auch die Männer und Frauen der Bürgerwache am Vorabend zum Maifest frösteln liessen. Aber Petrus hatte wohl ein Einsehen und so konnte alles nach Plan ablaufen.

Mit klingendem Spiel marschierte die Wehr zur Liebfrauenkirche, bildete vor dem Hauptportal Spalier und eskortierte so die einzelnen Wallfahrergruppen beim Einzug in das Gotteshaus. Die Stadtkapelle als Musikzug der Bürgerwache begrüßte parallel dazu die Pilger jeweils mit einem eigenen Choral.

In Folge einer langjährigen Tradition meldete der kommandierende Leutnant Albert Heinzelmann nach dem Wortgottesdienst die angetretene Kompanie, das Musikkorps spielte zu Ehren der „Ölbergmutter“ den Hymnus „Sancta Maria“ und beendete damit den kirchlichen Teil des Bürgerwach-Einsatzes vor dem eigentlichen Fest am Sonntag.

Eine weiterer Brauch schloß sich danach an; die Verabschiedung von Kameraden, die aus dem aktiven Dienst in den Ruhestand treten. Karl Beck, dienstältester Gardist im I.Zug, verlässt nach 48 Dienstjahren die Bürgerwache. Vor der angetretenen Front dankte ihm  Hauptmann Georg Bacher  für seine vorbildliche Pflichterfüllung unter insgesamt vier Kompaniechefs.  Im Namen des Kommandos ernannte Bacher den neuen Ruheständler zum Ehrenmitglied der Bürgerwache und aus den Händen von Oberleutnant Stefan König nahm Beck den Reservistenkrug entgegen. Zu den Klängen des Preußischen Präsentiermarsches schritt Karl Beck zusammen mit dem Hauptmann die Front ab und nahm auf würdige Weise Abschied von vielen Jahren Bürgerwachlebens in guter Kameradschaft.

Das abnehmende Tageslicht gab das Zeichen zum Aufbruch in Richtung Reiserspital. Die zwischenzeitlich aufmarschierte Jugendabteilung der Mengener Feuerwehr wurde mit Fackeln ausgestattet, damit nicht nur die Musiker ihre Noten lesen konnten, sondern der Zug durch die nächtliche Stadt eine zusätzliche feierliche Note bekam.

Den ungemütlichen Temperaturen trotzend, hatte sich eine ansehnliche Schar von Bürgerinnen und Bürgern eingefunden, um dem doch immer wieder imposanten Schauspiel des „Großen Zapfenstreichs“ beizuwohnen. Gut von der Feuerwehr mit Scheinwerfern ausgeleuchtet, war den Zuschauern ein Verfolgen der Zeremonie auch optisch möglich.

Mit der Meldung der angetretenen Formation durch Leutnant Heinzelmann an Bürgermeister Stefan Bubeck und dem Marschbefehl zum Beginn der Serenade eröffnete die Stadtkapelle unter Dirigent Erwin Welte mit „Des Großen Kurfürsten Reitermarsch“ die abendliche Feier vor der malerischen Kulisse. Tambourmajor Hans-Jürgen Lehleiter und seine Spielleute folgten mit dem „Locken zum Großen Zapfenstreich“, nach vorgegebenem Ablauf.  Die Bürgerwache verabschiedete sich vom Publikum mit „Preußen’s Gloria“ und widmete sich anschließend dem gemütlichen Beisammensein.

Artillerie und Spielmannszug gaben mit mehreren Schuß Salut von den Höhen des Missionsberges und mit klingendem Spiel durch die Straßen den Bürgerinnen und Bürgern kund von “Mengen’s großem Tag”, dem alljährlichen Maifest. Im Anschluß an den Festgottesdienst führte die Bürgerwache die Prozession durch die Straßen der Stadt an.

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Auf Einladung des Landeskommandos hatten sich Abordnungen aller Garden und Wehren des Landesverbandes Württemberg und Hohenzollern am 7. März in Altshausen zu ihrer jährlich stattfindenden Kommandantentagung eingefunden. Rittmeister Albert Steinhauser von den gastgebenden “Gelben Husaren” meldete die angetretenen Kommandanten mit ihren uniformierten Begleitern dem stellvertretenden Landeskommandanten. Nach dem Marsch zum Deutschordensschloß erfolgte die Meldung an SKH Carl Herzog von Württemberg, der mit Landeskommandant Oberst Harald Neu die Front abschritt. Beim anschließenden Empfang im Schloß bekundete der Herzog seine Freude über die Abhaltung der Tagung in Altshausen im Jubiläumsjahr der “Gelben Husaren”, die im Juni 50 Jahre Existenz nach der Wiedergründung feiern. Den Garden und Wehren zollte der Herzog Respekt und Anerkennung für Bürgersinn, Kameradschaft und das Bekennen von Farbe.

In Vertretung von Bürgermeister Kurt König hieß dessen Stellvertreter Robert Schweizer die Gardisten in Altshausen willkommen.

Die enge Verbundenheit der Garden und Wehren mit dem Hause Württemberg unterstrich der Landeskommandant in seinen Dankesworten an Herzog Carl und dessen Sohn, Herzog Friedrich. Rittmeister Albert Steinhauser ging kurz auf die Geschichte seiner Truppe ein, die 1960 unter großer Mithilfe von Pater Odo von Württemberg neu gegründet werden konnte.

Die umfangreiche Tagesordnung wurde dank der guten Vorbereitung der einzelnen Funktionsträger zügig abgearbeitet, so daß ohne Verzögerung das Mittagessen gereicht und die Heimreise angetreten werden konnte.

Presseartikel in der Schwäbischen Zeitung:

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Eisige Temperaturen und leichtes Schneegestöber begleiteten Spielmannszug, Bürgerwachchor, Fahnenrotten und Offiziere beim Marsch vom Bürgerwachheim ins Tal Josaphat. Dort wartete bereits das Mengener Urgestein Otto Bacher mit Familie, Bürgermeister und Landrat. Aus Anlaß seines 75. Geburtstages boten die Spielleute und Gardisten ihrem Ehrenoffizier und Sänger ein Ständchen vor seinem Wohnhaus. Oberleutnant Stefan König und der Tutor des Chors, Gerhard Leuze überbrachten dem Jubilar die Glückwünsche zu seinem Ehrentag.

Der Serenade folgte eine private Geburtstagsfeier im Hotel Baier.

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Zu einem geselligen Beisammensein in der Erwin-Kessler-Stube des Bürgerwachheims haben sich die Angehörigen des Bürgerwachchors getroffen und Bilanz gezogen über ein ereignisreiches Jahr.

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Bürgerwache öffnet das Tor zur Fasnet

Wie Pferde auf der Rennbahn mit scharrenden Hufen auf den Startschuß warten, so harren die Mengener Narren auf den Bürgerwachjahrtag. Mit dem Einjucken am Ende des Programmteils beim Bunten Abend gilt die Fasnet offiziell als eröffnet. Zuvor haben Sänger, Kabarettisten, Tänzerinnen und Lokalmatadore für gehobene Stimmung im Saal gesorgt.

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